Fallbeispiel eines typischen Design-Fails: www.urlaub-cilento.de

www.urlaub-cilento.deEs kann passieren, dass Kommentatoren auf meiner Seite hier plötzlich „Opfer“ eines ziemlich erweiterten Kommentars meinerseits werden. So wie es jetzt die Seite www.urlaub-cilento.de „erwischt“.

Warum mache ich das? Ganz einfach: Vor einiger Zeit liess ich hier einen Artikel mit dem Thema „Wie man seine Webseite bei Google einträgt“ fallen. Dieser sehr einfache Artikel findet bis heute einige Resonanz, vielleicht besonders, weil er sich an Anfänger und Einsteiger richtet, die mehr oder weniger verzweifelt versuchen Ihre Kunst- (Mach-) werke bei Google sichtbar im Index zu positionieren.

Vor einigen Tagen nun hat Pedro Bartel ebenfalls meinen Artikel aufgegriffen, kommentiert und unter Klarnamen (Danke dafür!) seine Homepage-Adresse hinterlassen. Das es sich beim Thema seiner Website um eine Region Italiens handelt, die ich selbst fast jeden Herbst bereise, hat vielleicht auch ein wenig zu diesem erweiterten Kommentar beigetragen…

Wie ich im Artikel versprochen habe, klickte ich mich auf die Seite und war zunächst recht angetan. Für eine neue Homepage doch ganz ordentlich? Und doch: Die site: Abfrage bei Google brachte keine Dokumente im Index.

Nun liegt der ganze Zauber seine Seite in den Index einer Suchmaschine zu bringen, nicht nur an den ominösen „Backlinks“. 

Und Pedro hat hier „on-site„, wie das, was man auf seiner eigenen Seite machen kann, genannt wird, so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man überhaupt machen kann. Und das noch in bester Absicht. Es ist ziemlich klar ersichtlich, dass er dem potentiellen Kunden ein möglichst schönes und emotionales Informations-Erlebnis bieten möchte.

Aber, lieber Pedro, es gibt halt nicht nur menschliche Besucher.
Es gibt eine ganz Reihe von Computerprogrammen, die den ganzen lieben langen Tag nichts anderes machen als Webseiten zu lesen, abzuspeichern und den Verweisen, die sie finden zu folgen und das Spiel dort zu wiederholen. Nur eines haben diese nichtmenschlichen Besucher gemein: Sie weigern sich, fremden Code auf den eigenen Computern auszuführen. Soll heissen: Alles was nicht lesbar ist, ohne vorher ein Hilfsprogramm zur Hilfe zu nehmen, dass fremde Befehle ausführen muss, wird nicht gelesen!

Und Dein (Haupt-)Problem heisst: Flash!

Dein gesamter Inhalt verbirgt sich in einer grossen Flash-Datei. Das sieht zwar für einen Betrachter am Computer wunderbar aus: Ich fand die langsam dahinziehenden Vögel im Header ja auch ganz nice. Aber  Google kann Deine Inhalte, Bilder u.s.w. nicht lesen. Klar hast Du einen Noscript-Bereich in der Seite. Aber was dort zu finden ist… Schau selbst, was lynx (Ein Browser, der Seiten so zeigt, wie Google sie in etwa sieht) dazu meint:

Gell, das sieht schon anders aus!?

Einerseits hat mein Lynx Probleme mit Deinen Umlauten. Das sieht schon mal nicht schön aus. Dann führt Deine Seitennavigation oben immer nur auf die Startseite. Weil die eigentlichen Inhalte mittels „Anker“ (#) jeweils auf die Startseite verlinkt werden.

Flash kann damit was anfangen. Dein Noscript-Bereich im Quelltext jedoch nicht.

Du möchtest mehr über die Flash / Script-Problematik wissen!?
Klick hier, für ein interessantes Kneipengespräch…

Ich habe das Gefühl, das Du mit Deiner Webseite ziemlich nah an dem bist, was die beiden da besprechen.

Zu guter Letzt: Deine gesamte Website besteht nur aus einer einzigen Datei, die dazu noch mit „Meine Webseite“ betitelt ist und keinerlei Description aufzuweisen hat. Dazu kommt eine kleine Tabelle, die dann auf klassischen Double-Content einer Domain mit Namen urlaub-sueditalien.de verweist, die ein 1:1 Abziehbild der urlaub-cilento.de Seite ist. Diese Domain ist dann sogar vom Google-Bot besucht worden – und sogar im Index vorhanden.

Wobei ich mutmasse, dass Du wohl recht wenig Besucher über Google haben dürftest und die Domain urlaub-cilento.de so, wie sie sich momentan darstellt, wahrscheinlich kaum Chancen hat, in den Index aufgenommen zu werden.

2 thoughts on “Fallbeispiel eines typischen Design-Fails: www.urlaub-cilento.de

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